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Grundlegendes

Obwohl der positive Einfluss des Rhythmus bei sportlichen Bewegungsabläufen allgemein anerkannt wird, sind wissenschaftliche Untersuchungen zur Bedeutung bzw. die Anwendung von Rhythmus in der Trainingspraxis immer noch rar. Nun aber findet dank der portablen Musikwiedergabegeräte der Einsatz von Musik im Sport, besonders im Ausdauersport, einen stetig wachsenden Zuspruch. Der gezielte Einsatz als direkte Geschwindigkeitsvorgabe in Form von Taktschlägen wurde bisher jedoch kaum in Anspruch genommen. Denn hier kann sie nicht nur motivational, sondern auch als direkte Tempovorgabe beim Laufen genutzt werden.

Leicht verändert trifft man diese Art von Musikanpassung an die Schrittfrequenz auch auf dem Multimediamarkt an. Das Prinzip der Musikanpassung an die Trainingsgeschwindigkeit wurde hierbei erfolgreich umgesetzt: der Läufer bewegt sich in seinem gewünschtem Tempo und die Musik passt sich durch Messung der Schrittfrequenz an das Lauftempo an.
So erreicht man also einen rhythmischen Einklang zwischen Schritt und Takt.

Doch wie sieht es im Umkehrschluss aus?

Ist es nicht sinnvoller die Schrittfrequenz der Musik anzupassen, um somit eine Regulierung der Laufgeschwindigkeit zu erreichen? Ziel ist es also, unter Zuhilfenahme eines angepassten Musiktempos, eine gezielte und planmäßige Trainingsvorgabe für Läufer zu liefern, sprich ein Ausdauertraining ohne Zeit- und Pulskontrolle, sondern lediglich durch das Hören von Musik, durchzuführen.

In einer eigens dafür durchgeführten Studie konnte am Ende der Versuchsreihe keine durchschnittliche Leistungsdifferenz an der individuellen anaeroben Schwelle (IANS) zwischen einer „Trainingsmusikgruppe“ und einer „Trainingspulsgruppe“ gefunden werden. Es gibt also keinen signifikanten Unterschied zwischen der üblichen Kontrollmethode über Pulsfrequenz und der musikgesteuerten Trainingsmethode!

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